Das Karma der Wände

Fotoarbeiten

„Klimakatastrophe, Finanzkrise, Terrorismus, Krieg, Hunger …  Die Themenliste dessen, was uns an Bedrohungen begegnet und bewegt, ist lang und wächst. Mich interessiert zunehmend, wie diese Themen ästhetisch reflektiert werden können.”

Ulrich Schwecke

Karma (Sanskrit: karman, Pali: kamma; Wirken, Tat) bezeichnet ein Konzept, nach dem jede Handlung eine Wirkung hat. Diese muss sich nicht unbedingt im gegenwärtigen Leben manifestieren, sie kann sich möglicherweise erst in einem zukünftigen Leben zeigen.

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Publikation zur Ausstellung
(Download als PDF)


Das Karma der Wände – Dr. Petra Schumacher

Das Karma der Wände

Ein Vortrag zur Eröffnung der Kunstausstellung in der Villa Ichon
Goetheplatz 4, 28203 Bremen, am 20.9.2018, von Dr. Petra Schumacher

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Hübotter,
Sehr geehrter Herr Bührmann, als künstlerischer Leiter der Villa Ichon,
Sehr geehrte AusstellungsbesucherInnen,

Prolog
Als ich im Februar dieses Jahres eine Ausstellung von Fotoarbeiten von Ulrich Schwecke eröffnete, habe ich überhaupt keine Vorstellung gehabt, wie anders die nächste Ausstellung werden würde. Ich war erstaunt, wie viel Energie, Gespräche, Geld, Zeit, Überlegungen und Lektüre in die Verwirklichung dieser Ausstellung geflossen ist. Was vor einem halben Jahr noch viel formaler war, wurde zunehmend inhaltlicher. Standen in den Ausstellungen und Veröffentlichungen der letzten 10 Jahre der ästhetische Aspekt und fotografisch – gestalterische Experimente im Vordergrund seines Arbeitens, war Ulrich Schwecke hier sehr stark von dem Wunsch geleitet, Denkräume zu öffnen.

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Pressemitteilung zur Ausstellung „Das Karma der Wände“

Das Karma der Wände

Fotoarbeiten von Ulrich Schwecke in der Villa Ichon

Ein kleines Siedlungshaus in Bremen, das durch ein Übermaß an Sicherungstechnik einer Festung gleicht. Eine Mauer in Bethlehem, die schützen soll, zugleich aber neues Leid produziert, und malerisch anmutende Motive, die die Wut über die Politik der Gläubiger gegenüber Griechenland widerspiegeln: In seiner aktuellen Ausstellung in der Villa Ichon zeigt Ulrich Schwecke mit ganz unterschiedlicher Herangehensweise Arbeiten, die aber eines gemeinsam haben. Sie reflektieren auf ästhetische Weise Ursache und Wirkung vorangegangen Handelns. Schwecke: „Zentral ist für mich dabei der karmische Gedanke, in dem Sinne, dass jede Handlung Auswirkungen auf die Zukunft hat.“

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Ein Gespräch mit Beate Hoffmann, Bremer Medienbüro

Die Poesie der Unschärfe

Beate Hoffmann: Sie haben vor einigen Jahren den Pariser Friedhof Père Lachaise porträtiert, mit gegenständlichen Fotos. Jetzt gibt es ein abstraktes Bild vom Friedhof von Paleochora auf Kreta. Vom Gegenständlichen zur Unschärfe: Was hat sich in Ihrer Fotografie verändert?

Ulrich Schwecke: Mit dieser Art, unscharf zu fotografieren, versuche ich mehr den Geist, der in den Motiven steckt, deutlich zu machen. Bei den Aufnahmen des kretischen Friedhofs habe ich die Kamera von oben nach unten geschwenkt. So entsteht eine starke Betonung der Senkrechten, der Verbindung zwischen oben und unten, zwischen Himmel und Erde, also das, was einen Friedhof auch ausmacht. Das heißt nicht, dass ich grundsätzlich gegen gegenständliche Fotografie bin. Die Frage bleibt aber immer, was zeige ich mit dem Foto mehr oder neu, was sonst nicht sichtbar wird.

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Weser-Kurier

„Die Kunst, Bewegung festzuhalten“
„Malen mit der Kamera.“ 


Jens Joost-Krüger

Es ist für mich eine große Ehre und ein großes Vergnügen heute hier mit Ihnen die Ausstellung »1/10 Sekunde« mit Fotoarbeiten von Ulrich Schwecke eröffnen zu dürfen. Und es ist mir eine große Freude, weil ich die Bilder, die hier in der Bremischen Volksbank Achim zu sehen sind, ebenso schätze wie den Künstler, den Kommunikationsexperten und vor allem den Menschen Ulrich Schwecke.

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Rainer Schnautz

Ausstellungseröffnung – Bandonion Bremen

Fotografien von Ulrich Schwecke 1/10 sec. Abstraktionen
Im etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache heißt es unter abstrakt: „Entlehnt aus abstractus, eigentlich “abgezogen“ oder abstrahere abziehen, wegziehen” und meint eine für sich allein gedachte Eigenschaft, die aber gar nicht von seinem Substrat getrennt auftreten kann und deshalb von ihm „abgezogen“ werden muss.“

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Bertram Nejedly

Liebe Claudia Lex, vielen Dank für die Einführung und die Vorstellung, lieber Ulrich Schwecke, liebe Gäste,

es ist mir eine große Ehre heute in einer für mich ungewohnten Rolle vor Ihnen zu stehen. Ich darf Ihnen die Kunstwerke meines Freundes Ulrich Schwecke aus Bremen, den ich schon sehr lange kenne und sehr schätze, vorstellen. Das ist jetzt nicht meine Hauptbeschäftigung. Erwarten Sie also keine kunsthistorischen Einordnungen von Ullis Werk, sondern ich möchte Ihnen einige sicher sehr subjektive Eindrücke schildern, die in der Auseinandersetzung mit und im Gespräch über seine Bilder entstanden sind. Ich denke, das entspricht auch seinem Werk, dass einen höchst persönlichen Blickwinkel auf die Welt zeigt. Ich würde sogar sagen, es ist nicht nur ein Blickwinkel, sondern eine Art Blickprozess an dem wir hier teilhaben und der hier abgebildet wird.

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Achimer Kreisblatt

„So entstehen aus Landschaften, Straßen und Menschen nahezu abstrakte Motive, die neugierig machen und zu freien Assoziationen einladen.“